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Line Dance


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Line Dance - ein Hobby das Alle begeistert


Was genau ist Line Dance?

Line Dance ist ein Gesellschaftstanz, der - wie der Name bereits sagt - in Linien getanzt wird, an die sich jeder einreihen darf, der Spaß daran findet. Das Schöne ist, dass es kein Limit dafĂŒr gibt, aus wie vielen Menschen diese Linie besteht. Niemand muss erst einen Tanzpartner suchen - jeder steigt alleine und sofort mit ein. Alle tanzen vollstĂ€ndig synchron vor-, hinter- und nebeneinander. Die TĂ€nze sind choreografiert; es gibt festgelegte Schrittfolgen, die nach einer bestimmten Anzahl an Schritten permanent wiederholt werden. Diese Wiederholung erleichtert das Lernen, und schnell ist alles eingeprĂ€gt. Jede Choreografie ist unter ihrem eigenen Namen ĂŒberall bekannt. Egal in welcher Stadt oder welchem Land, das Motto lautet stets: "Dabei sein und mittanzen!"

Bleibt nun die Frage: "Zu welcher Musikrichtung wird hier getanzt?"
Kurz gesagt: zu einfach jeder!
Ein choreografierter Tanz setzt lediglich einen erkennbaren Grundrhythmus voraus, um die Schrittfolgen gleichmĂ€ĂŸig wiederholen zu können; Spaß an der Sache setzt voraus, dass zu Musik getanzt wird, die gefĂ€llt. Somit ist alles erlaubt: Rock, Pop, Disco, Elektro - bis hin zu Schlager. Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Offensichtlich scheinen jedoch all diejenigen, die ihre Liebe zur Country Musik entdeckt haben, das grĂ¶ĂŸte Interesse an diesem Tanz zu besitzen. In der Tat wurde sogar ein sehr großer Teil der Choreografien zu Country-Songs geschrieben. Dass hier mit unglaublich viel Eifer geĂŒbt und getanzt wird, lĂ€sst sich mittlerweile sogar bei Meisterschaften bestaunen. Ausgerichtet werden diese von den drei internationalen Organisationen UCWDC (United Country Western Dance Council), MIL (Masters in Line) und WCDF (World Country Dance Federation). Die Deutsche Meisterschaft organisiert der BfCW (Bundesverband fĂŒr Country- und Westerntanz).

Wo und wie ist dieser Art zu Tanzen entstanden?

Als Antwort zu dieser Frage werden immer wieder zwei Theorien dargelegt. Die Vertreter der Ersten weisen stets darauf hin, dass alles, was sie sagen, nachgelesen werden kann. Was prinzipiell auch stimmt. Ihre Antwort besteht aus einem kurzen, knappen Lebenslauf, nach dem Motto: "Zahlen, Daten, Fakten". Diese lauten, das Ganze begann im Amerika der 50er Jahre, schlicht und einfach im Fernsehen. Dort wurde eine TV-Sendung Namens "American Bandstand" ausgestrahlt, die wöchentlich neue Tanzstile zeigte. FĂŒr diese Stile wurde die Bezeichnung "Line Dance" gewĂ€hlt, was selbstverstĂ€ndlich auch nachweisbar ist. Genauso wie die Tatsache, dass der "Electric Slide" - mit der bekannteste Tanz aus dieser Rubrik - in den 70ern zur Eröffnung einer New Yorker Diskothek choreografiert wurde. Erst durch den Film "Urban Cowboy" entstand dann die Verbindung zur Country Musik; Jahre darauf folgte erneut eine Verbindung durch den Hit "Achy Breaky Heart".

Die zweite Theorie lĂ€sst sich leider nicht anhand von Fakten nachweisen - wohl aber klingt sie durchaus wahrscheinlich. Es fĂ€llt daher schwer, sie mit voller Überzeugung abzustreiten. Hier wird berichtet, dass der Ursprung im Amerika des 19. Jahrhunderts zu finden ist - im Wilden Westen, bei den Cowboys. Die vielen TĂ€nze der Einwanderer aus den unterschiedlichsten Kulturen seien nach und nach zu einem verschmolzen. Einer, der fĂŒr alle da war, gleich, welche Sprache er gesprochen hat, welchen Alters er war, und ob alleine - oder mit Partner. Dadurch wurde ein Weg gefunden, wie Alle gemeinsam Spaß haben konnten, ohne die Voraussetzung, vorher miteinander gesprochen zu haben. Eine Geschichte, die zweifelsohne plausibel klingt, und durchaus so gewesen sein kann.

Wie wird dieser Tanz getanzt?

Die Choreografie sieht eine bestimmte Schrittfolge vor, die fortlaufend wiederholt wird. Bei einfachen TĂ€nzen besteht sie in der Regel aus 16 bis 32 Schritten. Schwierigere TĂ€nze wiederholen ihre Folgen oft erst nach 64 oder gar mehr. Zwischen den Schrittfolgen werden manchmal Drehungen mit eingebaut, wodurch die TĂ€nzer in eine andere Richtung wechseln - je nachdem, ob es sich dabei um viertel-, halbe- oder ganze Drehungen handelt. SĂ€mtliche Bewegungen sind lĂŒckenlos in den Vorgaben vermerkt; das gilt nicht nur fĂŒr PositionsĂ€nderungen, sondern auch fĂŒr z.B. "in-die-HĂ€nde-Klatschen", "mit-den-Fingern-schnippen", "mit-den-FĂŒĂŸen-aufstampfen" uvm. Gelistet sind weltweit ĂŒber 20.000 TĂ€nze - allesamt beherrscht diese vermutlich niemand. Ein AnfĂ€nger kann jedoch schon mit einer kleinen Auswahl an TĂ€nzen loslegen - es gilt bloß, die passende Choreografie zum entsprechenden Takt zu finden. Das Erlernen weiterer TĂ€nze fĂ€llt anschließend immer leichter - die stĂ€ndigen Wiederholungen helfen dabei. Trotz der großen Auswahl die es gibt, sind einige TĂ€nze definitiv zu den "Best off" zu zĂ€hlen. Einer der bekanntesten dieser TĂ€nze ist sicherlich der "Tush Push", dicht gefolgt vom "Achy Breaky Heart". Ebenso weit oben auf der Beliebtheitsskala finden sich der "Canadian Stomp" und der "Boot Scootin Boogie". Die Entscheidung, welcher Tanz nun mehr oder weniger gefĂ€llt, hĂ€ngt letztendlich immer vom eigenen Musikgeschmack ab.

Obwohl es der Name behauptet, wird lange nicht mehr ausschließlich in Linien getanzt. Es gibt weitere Variationen, die von Liebhabern gerne angenommen werden. Am HĂ€ufigsten finden sich Passagen mit eingebautem Contra Dance. Hier stehen sich die Partner der Reihen gegenĂŒber. Tanzt eine komplette Reihe gemeinsam im Kreis, wird vom Circle Dance gesprochen. Zunehmend werden auch reine PaartĂ€nzer mit integriert. Entweder als Mixer - sprich, Partner, die in bestimmten AbstĂ€nden wechseln - oder als Couple Dance - also ein festes Paar.

Damit die Vielzahl der Variationen nicht zum Chaos fĂŒhrt, ist in der sogenannten Line-Dance-Etikette umfassend aufgefĂŒhrt, wer wo zu tanzen hat. Jeder kennt hier seinen Platz. Auch weitere Regeln und Hinweise sind darin genannt, die gelesen sein sollten. Schließlich steckt in jeder Choreografie viel LiebesmĂŒh, damit am Ende unzĂ€hlige, sich fremde Menschen aus aller Herren LĂ€nder gemeinsam Spaß beim Tanzen haben. Und aus diesem Grund muss selbstverstĂ€ndlich dafĂŒr gesorgt werden, dass eben diesem nichts im Weg steht. TĂ€nzer, Choreografen, Live-Bands... gegenseitiger Respekt ist oberstes Gebot, denn schließlich braucht hier jeder jeden.

Eine Vorschrift im Bezug auf die Kleidung wird in dieser Etikette zwar nicht aufgefĂŒhrt - trotzdem wĂ€hlen viele TĂ€nzer ein besonderes Outfit fĂŒr ihren Freizeitspaß. Zu sehen ist dies hĂ€ufig bei Tanzveranstaltungen, die unter einem bestimmten Motto stehen, welches auch automatisch die Musikrichtung vorgibt; beispielsweise wenn es lautet "Wilder Westen". Nachvollziehbar ist dies absolut. Ein Abend mit guter County Musik allein mag ja schon fĂŒr jede Menge super Laune sorgen. Doch mit Cowboystiefel, Hemd und Hut wird ein Westerntanz gewiss so richtig perfekt.


Beispielvideos:


 


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