Wichtige Erfinder im Wilden Westen – Samuel Colt und der Revolver


Wichtige Erfinder im Wilden Westen – Samuel Colt und der Revolver

Der Revolver zählt wohl zu den bekanntesten Waffen des Wilden Westens aus Film und Fernsehen. Wo die Handfeuerwaffe ihren Ursprung hat, wie verbreitet sie war und wo sie zum Einsatz kam, werde wir heute in diesem Blogartikel zum Thema „Samuel Colt und der Revolver“ näher beschreiben.

Samuel Colt gilt als Pionier auf dem Gebiet der Feuerwaffen mit Drehzylinder. Kaum ein anderer Name wird von so vielen Menschen mit Handfeuerwaffen, speziell dem Revolver, in Verbindung gebracht. Obwohl Samuel Colt hauptsächlich auf Innovationen und Erfindungen anderer Männer aufgebaute, schaffte er es als Produzent und Geschäftsmann trotz vieler Rückschläge zu großem Reichtum und bis heute andauernder Bekanntheit. Faktoren für seinen Erfolg waren seine Vorreiterrolle in der Massenproduktion von Schusswaffen, sowie militärische Konflikte innerhalb des Landes. Das System der austauschbaren Teile machte die sonst sehr teuren Waffen für einen größeren Teil der Bevölkerung zugänglich, während bewaffnete Konfrontationen wie beispielsweise der amerikanische Bürgerkrieg, bei dem er beide Parteien ausstattete, sein Geschäft belebten.
Bedeutung des Revolvers im Wilden Westen

Wie es einst die Europäer gen Westen nach Amerika trieb, so setzte sich die Besiedelung quer über den Kontinent fort. Das vorerst dünn besiedelte und spärlich überwachte Gebiet zog Gesetzlose an, die sich vor der Strafverfolgung an der Ostküste in Richtung Westen flüchteten. Um sich gegen Banditen und wilde Tiere besser verteidigen zu können, assistierte der Revolver dem bis dahin vorherrschenden Gewehr als kompakter Begleiter. Durch Colts Erfolge in der Massenproduktion gelangten immer mehr Bewohner des Westens in den Besitz dieser Waffe.

Kein anderes technisches Gerät erlangte zu Zeiten des Wilden Westens so eine große Bedeutung wie der Revolver. Nicht nur bei den Mountain Men und den Siedlern, sondern natürlich auch bei den Cowboys gehörten die kleinen handlichen Waffen zum Alltag. Waffengesetze oder Beschränkungen bei der Waffenhaltung gab es im Wilden Westen anders als in Europa damals nicht. Dies wurde auch bis in die heutige Zeit so beibehalten, denn noch heute ist jeder US-Bürger berechtigt, eine Waffe zu tragen bzw. zu besitzen. Im Wilden Westen galten die Waffe und insbesondere der Revolver als wichtiges Instrument zur Nahrungsbeschaffung oder Verteidigung gegenüber Kriminellen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein Mythos um Cowboys oder Gesetzlose, die besondere Fähigkeiten im Umgang mit der Waffe vorweisen konnten. Revolverhelden galten seit jeher als Männer von besonderem Heldenmut. Die bekanntesten Waffen im Wilden Westen waren der Colt Revolver und das Repetiergewehr der Marke Winchester.

 

Erfinder des Revolvers – Samuel Colt

Als Erfinder der ersten funktionierenden Revolver bzw. Feuerwaffen galt der im Jahre 1814 in Connecticut geborene Samuel Colt. Genau genommen war er eigentlich gar nicht der Erfinder, sondern „lediglich“ Patentinhaber.

Durch die Weiterentwicklung mehrerer bereits existenter Patente schaffe er es schließlich einen funktionsfähigen Revolver herzustellen und diesen massenproduktionstauglich zu machen. Dies brachte ihm auch den gewünschten Erfolg und Ruhm ein. Besonders im Jahre 1861 als der amerikanische Bürgerkrieg ausbrach stiegen die Absatzzahlen der Revolver astronomisch in die Höhe und bescherten Colt großen Reichtum.

Colt starb im Alter von nur 47 Jahren in seiner Heimatstadt an Gicht. Er hinterließ seinen Nachkommen ein sagenhaftes Vermögen von mehr als 15 Millionen Dollar. Neben der Entwicklung des Revolvers war er auch an der Erfindung eines wasserfesten Stromkabels beteiligt. Für die Verlegung zahlte ihm die US-Regierung damals 50 Dollar pro Meile.

 

 

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