Indianer und ihre Probleme in den heutigen USA


Indianer und ihre Probleme in den heutigen USA

Seit die Indianer in der Pionierzeit von den europäischen Siedler gewaltsam von ihren Ländereien vertrieben bzw. verdrängt wurden und die Industrialisierung so weit voranschritt, dass die indigene Bevölkerung nicht mehr mithalten konnte und sich schließlich den Befehlen der US-Regierung beugen musste, begann der kontinuierliche Verfall der indianischen Hochkultur. In folgend Artikel wollen wir uns den Problemen, mit welchen die Indianer in den heutigen USA zu kämpfen haben, widmen und diese genauer unter die Lupe nehmen.

 

Probleme der Indianer im Überblick

Aufgrund der schlechten schulischen Bildung, der Abgeschiedenheit und den schlechten Wohnverhältnissen bzw. dem mangelnden Platz in den Reservaten haben die meisten Indianer mit Arbeitslosigkeit sowie Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen.

Alkoholismus
Aufgrund ihrer religiösen und kulturellen Hintergründe tranken die meisten Indianer nur sehr selten Alkohol. Meist nur zu ihren Zeremonien oder dem alljährlichen Regentanz. Erst die Europäer brachten hochprozentige Getränke nach Amerika. Da den Europäern ihr Alkohol für die Indianer zu schade war, mischten sie spezielle Getränke nur für die Indianer. Aufgrund ihrer Probleme und der besonders süchtig machenden Zusammensetzung der neuen Alkoholika begangen immer mehr Indianer zu trinken.

Heute ist der Alkoholverkauf in den Reservaten meist verboten, dennoch ist Alkoholismus sowohl bei indianischen Männern als auch Frauen weit verbreitet.

Drogen
Drogenkonsum ist vor allem bei den Pueblo-Indianern weit verbrietet. Da sie in Mexiko oder an der Grenze zu Mexiko leben, kommen sie fast täglich mit Drogen in Berührung. Mexiko gilt bekanntlich seit jeher als Transferland für Kokain aus Kolumbien. Viele der Indianer haben aufgrund der aussichtslosen Jobaussichten auch begonnen selbst Drogen zu verkaufen oder diese zu konsumieren.

Glückspiel
Auch das Glückspiel ist in vielen Reservaten weit verbreitet. Aufgrund verschiedener Sondergesetze haben einige Reservationen bzw. Indianerstämme die Glückspielkonzession erhalten. Dies verhalf vielen zwar zu einem gut bezahlten Arbeitsplatz, allerdings verfielen auch viele dem Glückspiel. Als einzige Stämme haben sich die Hopi und die Navajos gegen Casinos in ihren Reservationen entschieden.

 

Das Leben der Indianer heute

Gegenwärtig leben knapp 2 Millionen Indianer in den USA. Sie gehören knapp 550 verschiedenen Völkern an, welche meist sehr kleine Anhängerzahlen haben. Lediglich das Volk der Cherokee ist mit 300.000 Angehörigen recht groß. Obwohl von der US-Regierung mehr als 290 Reservate errichtet wurden, lebt nur jeder 5. In einer solchen Reservation. Die meisten sind in die Metropolen oder aufs Land gezogen. Knapp die Hälfte der ansässigen Indianer leben in Oklahoma, Kalifornien und Arizona.

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