Calgary Stampede – Nordamerikas größtes Rodeo


Calgary Stampede – Nordamerikas größtes Rodeo

Buckelnde Pferde, schnaufende Stiere und grölende Cowboy – so kennt man die bekannten Rodeo-Veranstaltungen Nordamerikas. Das größte dieser Events findet jährlich in Kanada statt, diesen Sommer kann man die Cowboys vom 4. bis zum 13. Juli bei der Calgary Stampede bewundern. In unserem heutigen Artikel möchten wir einen kurzen Ausblick auf das Event geben und allen Westernbegeisterten einen Eindruck von Nordamerikas größter Western-Veranstaltung vermitteln.

Calgary – Bullenreiten und Planwagenrennen zählen zu den vielen  Wettbewerben, die während des Rodeos in Calgary ausgetragen werden. Dabei nehmen nur die waghalsigsten und mutigsten Cowboys teil. Wer denkt, dass die jungen Männer dies alles nur zum Spaß auf sich nehmen irrt. Denn wer sich 8 Sekunden auf dem Bullen halten kann und schlussendlich zum Sieger des „Bullriding Events“ gekürt wird, darf sich über sage und schreibe 100.000 Dollar Preisgeld freuen. Auf der anderen Seite haben die Teilnehmer auch gute Chancen sich alle Knochen zu brechen und leer aus zu gehen.

Beispielhaft für den Machtkampf zwischen Tier und Mensch ist der Moment als der berühmt-berüchtigte Stier „Wrangler Rock Star“ aus dem Gatter bricht – auf dem Rücken des 500 Kilogramm schweren Tiers – Zeb Lanham – einer der vielen mutigen Bullrider bei diesem Event. Das Kräftemessen zwischen dem Stier und Zeb dauert nur knapp 5 Sekunden, dann geht der Stier als Sieger hervor und der US-amerikanische Cowboy zu Boden. Er landet im Staub, das Preisgeld kann er vergessen. Die 20.000 Besucher in der Arena von Calgary Stampede jubeln trotzdem.

Alles, was das Westernherz begehrt – Paraden, Cowboys, Bullriding und vieles mehr

Jährlich im Juli lässt die Millionenstadt Calgary für 10 Tage den Wilden Westen wieder aufleben. Das Festival hat mittlerweile Tradition. Seit im Jahre 1912 das Rodeo erstmals veranstaltet wurde, packen die Einwohner jährlich mindestens einmal die Anzüge in den Schrank und kleiden sich mit traditioneller Westernmode wie Cowboystiefeln, Westernhemden und Cowboyhüten.
Auch das morgendliche Verteilen der frischen Pfannkuchen mit Speck und Ahornsirup hat mittlerweile Tradition und ist verständlicherweise bei Jung und Alt beliebt. Mit täglichen Paraden mit Pferde- bzw. Planwagen sowie Indianern in Kriegsbemalung und mit Federschmuck wird das Festival frühmorgens eröffnet.

Alleine bei den täglich stattfindenden Bullriding-Bewerben sind knapp 20.000 Besucher am Start. Aber auch die anderen Events wie etwa das Reiten von Wildpferden oder das Einfangen von Jungstieren lockt viele Besucher in die Arena. Dass das Festival für die Cowboys kein lustiger Zeitvertreib ist, sondern ein ernstzunehmender Beruf bzw. Profisport zeigt die Tatsache, dass nahezu alle Teilnehmer damit ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Das Rodeo ist ein knallhartes Geschäft. Für die meisten Cowboys sind die Preisgelder überlebensnotwendig. Bei verschiedensten Wettbewerben werden täglich Preisgelder bis zu 100.000 Dollar pro Event ausgeschüttet. Kirk Moore, der maßgeblich an der Organisation des Festivals beteiligt ist, sagt, dass pro Tag knapp 1,6 Millionen kanadische Dollar an Preisgeldern an die Teilnehmer ausgegeben werden. Allein das beweist, welchen Stellenwert das Event für Calgary und auch für Kanada hat.

Noch keine Kommentare.

Calgary Stampede – Nordamerikas größtes Rodeo